Monatsspruch

Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat.

2. Korinther 5,19

Impuls

Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber.
2. Kor. 5,19

Zusammenfassend, oder auf den Punkt gebracht- so sagen wir das, wenn wir nach einem langen Austausch, einem Abwägen von für und wider – etwas festhalten wollen. Hier, im 2. Korintherbrief, dem persönlichsten Brief, den Paulus geschrieben hat, gibt er den Korinthern und uns einen Einblick in seine Kämpfe und Anfechtungen, die er als Apostel hatte. Er spricht von Bedrängnissen und Trübsal, von Verfolgung, Leiden und Unterdrückung, um dann, am Ende in Kapitel 5 alles auf den Punkt zu bringen: „Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber.”

Paulus Motivation – Gott ist der Aktive bei der Versöhnung. Er greift ein, er versöhnt. Bevor wir irgendeinen Gedanken an ihn verschwendet haben, hat er schon eine Brücke zu uns gebaut. 

Im Römerbrief sagt Paulus, dass „Gott seine Liebe zu uns darin erweist, das Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren” (Römer 5,8)
Ja, die Folgen unserer Sünde, unserer Unversöhnlichkeit und unseres Eigenwillens, die hat Jesus stellvertretend für dich und mich am Kreuz auf Golgatha getragen. 
Ist das nicht ein Privileg? Wir dürfen als Versöhnte leben – versöhnt mit Gott durch Jesus und auch ausgesöhnt mit unserer eigenen Geschichte. 

Eigentlich ein schönes Ende – aber Paulus bleibt dabei nicht stehen. Als Versöhnte dürfen und sollen wir Gottes Versöhnungsangebot weitergeben. „So sind wir nun Botschafter an Christi statt; denn Gott ermahnt durch uns. So bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott.” (2. Korinther 5,20)

Leben wir, lebst du, versöhnend und einladend?
Gehen wir, gehst du, den ersten Schritt auf den Anderen zu, auch wenn wir denken, im Recht zu sein?
Bauen wir mit unserem Reden und Handeln Mauern und Gräben – oder sind wir Brückenbauer?

Ich wünsche uns, dass wir neu darüber ins Staunen kommen: Gott war in Christus und versöhnte die Welt (und damit dich und mich) mit sich selbst. 

Adolf Schlatter drückt dieses Staunen so aus:
O Jesus, dein Werk ist es, dass ich ohne Furcht Gott dienen darf mein Leben lang;
ohne Furcht vor meiner Schuld, denn du versöhnst;
ohne Furcht vor meinen schwankenden Gedanken, denn du schaffst Glauben;
ohne Furcht vor meiner lieblosen Eigensucht, denn du erweckst die Liebe.

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