Monatsspruch

Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.

1. Korinther 7,23

Impuls

Jesus Christus spricht: Wachet!
Markus 13,37

Mit diesem Wort endet im Markusevangelium die Rede Jesu über die Endzeit. Nur scheint es nicht lange in den Köpfen und Herzen von Jesu Jüngern geblieben zu sein. Nur zwei Tage später – es ist kurz vor Ostern – da ringt Jesus im Garten Gethsemane mit dem Weg, der vor ihm liegt. „Meine Seele ist betrübt bis in den Tod; bleibt hier und wachet!“ bittet Jesus seine Jünger (Markus 14,34). Als er kurze Zeit danach zu ihnen zurückkommt, findet er sie – schlafend! „Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach!“ (Markus 14,38)

Was hilft uns – zum Wachsein – zum Wachwerden und Wachbleiben? Es ist das einfache Bleiben an Jesus, das Ausgerichtet-Sein auf sein Kommen, das Bleiben an seinem Wort und die Mitarbeit an seiner Sache. Jesus spricht davon im ganzen Kapitel 13 des Markusevangeliums (Nachlesen lohnt sich!)

In der Passionszeit, in der wir jetzt stehen, begleiten wir Jesus auf seinem Leidensweg zu Ostern, hin zu seinem Sterben und seiner Auferstehung. Vielleicht fragen wir uns das darum in diesen Tagen ganz neu:

Wem oder was gilt unsere Aufmerksamkeit?
Wem schenken wir unser Ohr?
Wo setzen und bringen wir uns ein und was bringt uns in Bewegung?

Dietrich Bonhoeffer hat dazu gesagt:
„Wir müssen uns immer wieder sehr lange und sehr ruhig in das Leben, Handeln, Leiden und Sterben Jesu versenken, um zu erkennen, was Gott verheißt und was er erfüllt.“

Ich wünsche uns für die Fasten- und Passionszeit, in der wir jetzt leben, dass wir das auch so erfahren können.

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