Monatsspruch

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt! 

Hosea 10, 12
 

Impuls
Juli

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!
Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen,
bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!
Hosea 10, 12

Es erntet nicht immer der klügste Bauer die dicksten Kartoffeln. Oder wie war das? So, oder so ähnlich heißt es in einem Sprichwort. Naja, über den Sinn oder Unsinn mancher Bauernweisheit kann man oftmals sicher lange grübeln. Aber mal im Ernst. Ein Bauer handelt in der Regel weise, wenn er um Roggen zu ernten auch Roggen sät. Möchte er Weizen ernten, muss er eben Weizen säen. Und so sät er, was er zu ernten wünscht.

Spricht unser Monatsspruch genau von diesem Prinzip? Wir ernten, was wir säen. Oder: Wie Du Dich bettest, so liegst Du. So heißt es doch.

Ein schöner Gedanke: Säet Gerechtigkeit und erntet Gerechtigkeit. Doch was ist gerecht? Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei. Und wie oft bin ich selbst ungerecht. Wie schnell habe ich falsch geurteilt und wie schnell mich verrechnet? Wage ich Richter zu sein? Und zu entscheiden, was gerecht ist? Wie kann ich denn dann Gerechtigkeit säen?

Um bei den „Bauernweisheiten“ zu bleiben, möchte ich sagen:

Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand. Keiner weiß, wie es ausgeht. Nur Gott allein weiß es. Möchte ich wirklich das bekommen, was ich verdiene? Wie oft ernte ich so reichen Segen, ohne es zu verdienen?

Gott begegnet unserem Versagen mit Gnade. Unserer „Gerechtigkeit“ mit Barmherzigkeit. Unserer Verurteilung mit Versöhnung. Unserer Selbstgerechtigkeit mit Nachsicht. Wir können aus Daniels Bußgebet lernen.

„Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet
und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit,
sondern auf deine große Barmherzigkeit.“
Daniel 9, 18b

Nur seine Barmherzigkeit macht den Weg zur Versöhnung frei.

Wie funktioniert es also Gerechtigkeit zu säen? Ich weiß es nicht. Aber eins weiß ich. Nur durch seine Gerechtigkeit kann ich gerettet werden, nur durch seine Vergebung meine Schuld begleichen. Nur am Kreuz wurde bezahlt und offenbart, wie gerecht er ist. Er bezahlt für unsere Schuld. Schuld muss bezahlt werden. Das ist bekanntlich gerecht. Und er hat es getan, für mich und für Dich. So weit reicht das Maß seiner Liebe.

Ja, Gott ist anders, und seine Gerechtigkeit ist anders. Ganz anders als alles was wir uns vorstellen können. Gott schafft Recht durch Gnade, Versöhnung, Vergebung und einer unermesslichen Liebe. Wie können wir Gerechtigkeit säen? Womöglich genau so. Lasst uns einander in Liebe begegnen, in Gnade, in Vergebung, in Versöhnung. Es ist noch Zeit ein Neues zu pflügen.

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