Monatsspruch

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.

Psalm 38,10
 
 
 

Impuls
Oktober

So wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. So wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Untugend.
1.Joh. 1, 8-9

Kürzlich habe ich meinen Sohn von einem Fussballspiel abgeholt. Seine Mannschaft hat haushoch verloren und jeder Mannschaftsteil hatte seinen Anteil daran. Der Torwart, die Abwehr, das Mittelfeld, der Sturm, das Schiedsrichtergespann und natürlich auch die gegnerische Mannschaft, die zuviele Tore geschossen hat : )

Mein Sohn hatte die Hauptschuldigen sofort ausgemacht, allerdings ohne ein einziges Wort über seine mangelhafte Leistung zu erwähnen. Die väterlichen Versuche ihn dazu zu bewegen, sich auch mal selbstkritisch zu betrachten und die Schuld auch bei sich zu suchen, stießen auf Unverständnis.

In der darauffolgenden Bibelstunde (Anfang September) haben wir uns mit dem Sündenfall des Menschen in 1.Mose Kapitel 3 beschäftigt und mir ist nochmal bewusst geworden, dass Adam, als er von Gott auf seinen Ungehorsam angesprochen wurde, genau dasselbe Verhalten an den Tag gelegt hat. Anstatt zuzugeben einen Fehler gemacht zu haben, schiebt Adam die Schuld auf seine Frau „Das Weib, das du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum, und ich aß (Vers 12).“

Wieso tun wir Menschen das? Zum einen wollen wir uns nicht in ein schlechtes Licht stellen lassen und nehmen uns erstmal selbst in Schutz. Zum anderen schieben wir die Schuld eher auf andere, damit keiner herausfindet, dass die Schuld (auch) bei uns liegt. Kommen wir damit durch? Na ja, in der Welt schon, vor Gott garantiert nicht.

Nehmen wir mal die Geschichte vom reichen Jüngling (Mk 10, 17-30) . Als Jesus ihn fragt ob er die Gebote gehalten hat, bejaht der reiche Jüngling das und legt noch einen oben drauf indem er sagt „…(sogar) seit meiner Jugend“. Bei den Menschen die dabei waren und das gehört haben, hat das bestimmt Eindruck gemacht. Jesus durchschaut den Jüngling allerdings und spricht ihn auf seine Sünde an: “Eines fehlt dir….verkaufe alles was du hast…“

Der reiche Jüngling hat seinen Besitz mehr geliebt als Gott. Somit hat er bereits gegen das 1. Gebot verstoßen und ist Sünder.

Apostel Johannes sagt ganz klar, dass wir alle Sünder sind und das anzuerkennen haben. Keiner kann von sich aus gerecht werden. Gott möchte, dass Du deine Sünden bekennst. Mit guten Taten und Ablenkmanöver kannst Du die Menschen um dich herum beindrucken aber nicht Gott. Um vor Gott gerecht zu werden, musst Du zugeben, dass Du Sünder bist und Vergebung brauchst. Dann gilt auch für Dich die Zusage: „…so ist er (Gott) treu und gerecht, daß er Deine Sünden vergibt und Dich reinigt von aller Untugend“.

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