Monatsspruch

Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der
Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.

Römer 8, 18

Impuls
Februar

Es ist leicht das zu sagen, wenn es einem gut geht.

Wenn sich die Sorgen, mit denen man sich auseinandersetzt, auf das beschränken, was ich in der nächsten Woche so kochen soll, welche neue Jacke ich mir im Winterschlussverkauf kaufe, ob das Handy, das ich jetzt seit einem Jahr habe evtl. nicht schon wieder zu alt ist, oder ob es nicht mal Zeit für ein neues Auto wäre…

Paulus spricht hier allerdings von echtem Leid.

Ich habe weit mehr Mühsal, über die Maßen viele Schläge ausgestanden, war weit mehr in Gefängnissen, öfters in Todesgefahren. Von den Juden habe ich fünfmal 40 Schläge weniger einen empfangen; dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht. Ich bin oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren durch Räuber, in Gefahren vom eigenen Volk, in Gefahren von Heiden, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern; in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst; oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße; zu alledem der tägliche Andrang zu mir, die Sorge für alle Gemeinden.
2. Korinther 11, 23-28

Das hat von uns bestimmt noch keiner durchmachen müssen. Schläge, Steinigung, Schiffbruch und in Gefängnissen zu sitzen. Alles Dinge, die heutzutage keinen Platz in unserer Vita finden. Paulus musste das alles durchleben. Paulus wusste, was echtes körperliches Leid ist.

Trotzdem hebt er hier die Leiden und den täglichen Andrang bezüglich der einzelnen Gemeinden hervor: „zu alledem der tägliche Andrang zu mir, die Sorge für alle Gemeinden.“

Ich denke, dass Paulus sich in Römer 8 auf genau diese Art von Leiden bezieht. Die Leiden, die er wegen der geistlichen Gesundheit der Gemeinden Tag für Tag durchmachte. Die Leiden wegen diverser Anfragen und Probleme aus den Gemeinden.

Mose war auch mal in einer ähnlichen Situation (nachzulesen in 2. Mose 18, 13ff).

Auch hieran sieht man, wie belastend die geistliche Fürsorge einer großen Gemeinschaft sein kann.

Auch heute gibt es noch Vorsteher von Gemeinden, Hauskreisen, Jugenden, etc. Auch heute gilt es, diese Last zu tragen und auch heute kann das mehr als fordernd sein. Aber die gute Nachricht ist: Auch heute ist die Perspektive die gleiche wie bei Paulus damals.

Die Zeit wird kommen zu der man erkennt, dass das Leid hier in dieser Welt nicht mit der Herrlichkeit die uns bevorsteht aufgewogen werden kann. 

Wir dürfen wissen, dass es sich lohnt.

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