Impulsarchiv


März 2019

Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer mehr zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn!

1.Korinther 15,58

Kennen wir das nicht auch recht gut – wenn eine Sache abgeschlossen ist, ziehen wir danach ein Fazit, eine Schlussfolgerung. In wenigen Gedanken fassen wir dabei alles zusammen, bringen es auf den Punkt oder bewerten es.

So auch Paulus hier in dem letzten Vers von 1. Korinther 15. Davor berichtet er ausführlich von der Auferstehung. In der Gemeinde in Korinth gab es Leute, die behaupteten: „Eine Auferstehung von den Toten? Das gibt es nicht. Das können wir uns nicht vorstellen, das passt nicht in unser Weltbild hinein. Also kann es auch nicht sein!”

So lebten sie nur im hier und jetzt und verstanden es nicht, dass ihr Leben mit seinen kleinen und großen Entscheidungen eine Ewigkeitsdimension hat. Darum schreibt und bezeugt Paulus im ganzen Kapitel die Auferstehung – von Jesu Auferstehung bis hin zur Auferstehung derer, die an Jesus glauben.

Ganz zuletzt, im letzten Vers des Kapitels, zieht er dann ein Fazit, eine Schlussfolgerung für uns:

„Darum, seid fest, unerschütterlich” – heißt, wir sollen einen festen Standpunkt haben, nicht davon abweichen. In Römer 5,2 sagt Paulus: „Wir rühmen uns der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird!” Auferstehungshoffnung ist also keine billige Jenseitsvertröstung – wir dürfen uns vielmehr der Hoffnung rühmen, die Gott geben wird.

Und diese Hoffnung hat auch Auswirkungen auf uns heute: „Nehmt immer mehr zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.”

Gottes große Zukunft gibt unserem Leben, unseren Kämpfen und Entscheidungen einen Sinn. Nichts ist dann bedeutungslos, nichts ist vergeblich, nichts nutzlos oder umsonst, was wir in Verbindung mit unserem auferstandenen Herrn tun. Ich wünsche uns dies beides, dass wir die Ewigkeitsperspektive nicht aus den Augen verlieren und wir unser Leben auf dieses Ziel hin ausrichten.

Februar 2019

Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit
nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit,
die an uns geoffenbart werden soll.
Römer 8,18

Es ist leicht das zu sagen, wenn es einem gut geht.

Wenn sich die Sorgen, mit denen man sich auseinandersetzt, auf das beschränken, was ich in der nächsten Woche so kochen soll, welche neue Jacke ich mir im Winterschlussverkauf kaufe, ob das Handy, das ich jetzt seit einem Jahr habe evtl. nicht schon wieder zu alt ist, oder ob es nicht mal Zeit für ein neues Auto wäre…

Paulus spricht hier allerdings von echtem Leid.

Ich habe weit mehr Mühsal, über die Maßen viele Schläge ausgestanden, war weit mehr in Gefängnissen, öfters in Todesgefahren. Von den Juden habe ich fünfmal 40 Schläge weniger einen empfangen; dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht. Ich bin oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren durch Räuber, in Gefahren vom eigenen Volk, in Gefahren von Heiden, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern; in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst; oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße; zu alledem der tägliche Andrang zu mir, die Sorge für alle Gemeinden.
2. Korinther 11, 23-28

Das hat von uns bestimmt noch keiner durchmachen müssen. Schläge, Steinigung, Schiffbruch und in Gefängnissen zu sitzen. Alles Dinge, die heutzutage keinen Platz in unserer Vita finden. Paulus musste das alles durchleben. Paulus wusste, was echtes körperliches Leid ist.

Trotzdem hebt er hier die Leiden und den täglichen Andrang bezüglich der einzelnen Gemeinden hervor: „zu alledem der tägliche Andrang zu mir, die Sorge für alle Gemeinden.“

Ich denke, dass Paulus sich in Römer 8 auf genau diese Art von Leiden bezieht. Die Leiden, die er wegen der geistlichen Gesundheit der Gemeinden Tag für Tag durchmachte. Die Leiden wegen diverser Anfragen und Probleme aus den Gemeinden.

Mose war auch mal in einer ähnlichen Situation (nachzulesen in 2. Mose 18, 13ff).

Auch hieran sieht man, wie belastend die geistliche Fürsorge einer großen Gemeinschaft sein kann.

Auch heute gibt es noch Vorsteher von Gemeinden, Hauskreisen, Jugenden, etc. Auch heute gilt es, diese Last zu tragen und auch heute kann das mehr als fordernd sein. Aber die gute Nachricht ist: Auch heute ist die Perspektive die gleiche wie bei Paulus damals.

Die Zeit wird kommen zu der man erkennt, dass das Leid hier in dieser Welt nicht mit der Herrlichkeit die uns bevorsteht aufgewogen werden kann.

Wir dürfen wissen, dass es sich lohnt.

Januar 2019

Was ist das kostbarste Gut? Darauf kann man sicher viele Antworten geben. Die meistgenannten sind vielleicht Zeit, Gesundheit, Freiheit und Friede.

Viele Menschen wünschen sich nichts sehnlicher als Frieden. In Ruhe, ohne Angst und Sorge vor morgen, sein Leben leben. Die Sorge vor Terror und Krieg beunruhigt viele Menschen.

Nur zehn Länder weltweit gelten dem „Global Peace Index“ zufolge als vollkommen friedlich: Weder sind sie in Kriege verwickelt, noch gibt es Konflikte, die den Zusammenhalt der Gesellschaft bedrohen.  NUR 10 LÄNDER!

Innerhalb der letzten 3500 Jahre gab es in der zivilisierten Welt insgesamt nur 230 Jahre ohne Krieg. Zahlen, die uns zeigen, wie friedlos diese Welt ist.

Wir erwarten von den Regierenden, dass sie für eine friedliche Welt sorgen. Wir wünschen uns Frieden. Für diese Welt und für uns. Aber geht Friede nur von den Regierenden aus?

Suche Friede und jage ihm nach. Dieses Wort aus einem Psalm des Königs David macht uns deutlich, dass wir durchaus auch einen Beitrag zum Frieden leisten können und sollen. Vielleicht nicht zum Frieden in der Welt, aber ganz bestimmt zum Frieden in unserem Umfeld. König David hat uns selbst ein Beispiel gegeben. Als Saul nach ihm suchte, um ihn zu töten, hat David den schlafenden Saul in der Höhle von En-Gedi gegen das Drängen der Männer, die mit ihm waren, verschont. Er begegnete seinem Feind nicht mit Hass und Gewalt, sondern mit Frieden.

Mit dem Beginn eines neuen Jahres nehmen sich viele Menschen etwas vor, das sie in ihrem Leben verändern wollen. Den Frieden suchen und ihm nachjagen in der Familie, mit den Nachbarn, in der Gemeinde, auf der Arbeit, ist ein wunderbarer Beitrag zum Frieden, den wir leisten können, und ein wunderbares Vorhaben für das neue Jahr. Lasst uns also, soweit es uns möglich ist, mit allen Menschen Frieden haben.