Impulsarchiv


Dezember 2019

„Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet,
der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.“ 
Jesaja 50, 10

Ein Offizier führte seine Gruppe von rund 40 jungen deutschen Soldaten im zweiten Weltkrieg siegreich bis nach Russland hinein. Vom harten Winter völlig überrascht, Hunger geplagt, verzweifelt auf Nachschub wartend veränderte sich die Situation dramatisch. Mitten in einem Schneesturm war dem Anführer nicht mehr klar, in welcher Richtung sich Freund oder Feind befand. Er war aufgeschmissen, absolut hilflos und erinnerte sich an die Worte seiner Eltern im Kindesalter: „Egal was passiert, beten kannst du immer.“ Er forderte also seine Gefolgsleute auf niederzuknien, um in dieser aussichtslosen Situation das einzige zu tun was ihm noch einfiel – beten. Beim Aufstehen griff er in den Schnee und hatte eine von den deutschen gelegte Telefonleitung in der Hand. Diese führte ihn und seine Gruppe zum nächsten deutschen Lager. Alle überlebten. Unglaublich, aber wahr.

Für den Offizier änderte sich alles und er richtete sein Leben konsequent im Glauben an den mächtigen und helfenden Vater im Himmel aus.

„Vertraue auf den Herrn“ sagt der Monatsspruch und meint damit den Herrn, der uns in der Bibel vorgestellt wird – JESUS CHRISTUS. Auf ihn sollen wir bauen, auf ihn uns verlassen und nicht auf unseren Verstand.

Auch wenn unsere Lebenskreuzungen weniger dramatisch verlaufen, als bei dem deutschen Offizier gilt auch uns diese gewaltige Zusage. Im Dunkel unseres Lebens, mit allen Lasten (selbst- oder fremdverursacht) ist Jesus DEIN Licht.

Kehre um zu diesem Licht und lass dich sicher führen. Tue das im Gebet, indem du wieder die Bibel liest und die Begegnung mit dem lebendigen Gott in den verbleibenden Gottesdiensten des schwindenden Jahres 2019 suchst.

Gott segne Dich und sei Dein Licht!

November 2019

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Hiob 19,25

Dieser Vers ist ein starkes und zugleich verwunderliches Statement, nachdem Hiob bereits alle seine Kinder beerdigen durfte, seine Frau ihm dazu geraten hat, mit seinem Leben abzuschließen, seine Freunde die Ursache für seine missliche Lage in seiner Sünde sehen und seine Situation für ein Strafgericht Gottes halten. 
Da ist sein gesundheitlich miserabler Zustand fast schon nicht mehr der Rede wert.

An dieser Stelle im Leben angekommen, klingt dieser Satz nach mehr als nur einem Hoffnungsschimmer. Vielleicht weil es nicht nur Hoffnung ist, sondern weil Hiob trotz seiner Lage ganz genau weiß, woran er bei Gott ist. Er vertraut ihm und tut damit in dieser Situation das einzig Richtige. 

Aber in solch einer Situation zu vertrauen, scheint eine schier unüberwindliche Herausforderung zu sein. Dabei möchte uns dieser Vers helfen. Gerade vor dem Hintergrund, dass bei uns persönlich oder auch weltweit auch nicht immer alles rund läuft, ist es gut zu wissen, dass es in dieser manchmal so grausamen Welt Einen gibt, dem nichts davon entgeht und der meine Sorgen und Leiden kennt. 

Er ist mein und dein Erlöser und ich weiß, er lebt auch heute.

Oktober 2019

Denn es gibt keinen andern Gott als den,
der so erretten kann.
Daniel 3,29

Heute habe ich an einem Gottesdienst teilgenommen, in dem es darum ging, uns auf das anstehende ProChrist Event vorzubereiten. Es ging darum, wie wichtig es ist, unsere Begeisterung von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, mit Anderen zu teilen.

Ich musste hier an die Geschichte von Sadrach, Mesach und Abednego denken, die an Gott festgehalten haben und somit zum Zeugnis für Tausende wurden.

Als das Volk Israel im Exil unter dem König Nebukadnezar lebte, ließ dieser ein großes Standbild von sich anfertigen und befahl, es anzubeten. Sadrach, Mesach und Abednego blieben als Juden ihrem Gott treu und widersetzten sich dem König. Trotz des drohenden Todes im Feuerofen blieben sie standhaft. Um zu einem großartigen Zeugnis der Stärke Gottes zu werden, waren sie zu Allem bereit.

Wie groß ist deine Bereitschaft, Zeuge Gottes zu werden? Gott sei Dank leben wir in einem Land, in dem wir nicht verfolgt werden, wenn wir von Jesus erzählen und Menschen in die Kirche oder eben zu ProChrist einladen. Doch häufig werden wir gestoppt von Gedanken wie „Ich weiß nicht, wie das ankommt…“ oder „Was werden wohl die Anderen über mich denken, wenn sie hören, dass ich von Jesus erzähle?”

Hätten sich Sadrach, Mesach und Abednego dem König nicht widersetzt und stattdessen das Standbild angebetet, hätten sie folgendes Wunder verpasst:

Alle drei wurden in den Feuerofen geworfen und kamen heil wieder heraus. Dieses Zeugnis der drei Männer und das Wirken Gottes hat den König so überrascht, dass er seinem Volk befahl, von nun an nur den einen Gott Israels anzubeten.

Wenn du Menschen von Jesus erzählst und zu ProChrist einlädst, wünsche ich dir dieselbe Begeisterung. Denn Gott tut auch heute noch Wunder, wenn du dich in seinen Dienst stellst.

September 2019

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne
und nehme doch Schaden an seiner Seele?
Matthäus 26,16

Ein reicher Geschäftsmann wird einmal auf offener Straße überfallen. Er spürt die Pistole auf seinem Rücken und hört eine Stimme in seinem Ohr: Geld oder Leben! Der Geschäftsmann dreht sich um und antwortet: „Nehmen Sie das Leben. Das Geld brauche ich später noch!“

Eine Geschichte, die uns vielleicht schmunzeln lässt. Doch zeigt sie auch – alles im Leben hat seinen Preis, auch wenn es nicht immer sofort sichtbar ist.

Wer beruflich vorankommen will, nimmt leicht den Verlust von Familie und Freundschaften in Kauf. Materieller Wohlstand kann uns die Gesundheit kosten. Und hinter den scheinbar vielen Dingen, die wir unbedingt zum Leben brauchen, verlieren wir leicht den aus dem Blick, der uns das alles gibt. Dabei kommt doch alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis Jakobus 1,17.

Jesus warnt uns im Vers oben vor Gewinnen, die den Verlust des Lebens mit sich bringen. Stattdessen lädt er uns ein, ihm zu folgen – ihn und seine Anliegen über unsere eigenen Wünsche und Ziele zu stellen. So sagt er davor: „Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren, wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.“ Matthäus 16,24-25

Ja – Jesus nachfolgen hat seinen Preis. Aber ist der Preis eines Lebens ohne Jesus nicht um ein Vielfaches höher?

In diesem Monat werden wir diese Einladung Jesu nochmal besonders hören können, wenn am letzten Wochenende im September Ulrich Parzany in unserer Gemeinde zu Gast sein wird. Zu diesem Wochenende ist jeder herzlich in die Gemeinde eingeladen.

Juli 2019

Ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes
Römer 12, 2

Viele Menschen wünschen sich, dass alles beim Alten bleibt. Wie sich das Alte anfühlt kennen wir und da fühlen wir uns sicher.
Was bringt Veränderung?

Diese Ungewissheit macht uns unsicher. Manchmal fehlt uns der Glaube an das Neue. Kaiser Wilhelm II hat mal gesagt: „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung.”
Er hat sich getäuscht und ein Leben ohne Automobil ist für die meisten Menschen heute unvorstellbar.

Veränderung geschieht überall um uns her. Die Städte und Dörfer, in denen wir leben, verändern sich. Alte Häuser werden restauriert, neue Straßen und Häuser gebaut. Die Jahreszeiten ändern sich, die Mode, die Technik usw. Es verändern sich die Menschen um uns herum – manche gehen, neue Menschen kommen in unser Leben. Wir selbst verändern uns, in dem wir älter werden, dazu lernen und Neues erleben. In unser aller Leben ändert sich also ständig irgendetwas. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als zu lernen, mit Veränderungen umzugehen.

Wenn die Bibel sagt, dass wir uns ändern sollen, dann meint sie nicht das wir z.B. modebewusster werden oder offener für Neues. Wir sollen unsere Grundhaltung bzw. Denkweise, die unserem Urteilen und Handeln vor allem anderen Menschen und damit Gott gegenüber zugrunde liegt, ändern.

Die Bibel nennt uns Werte, die unserem Urteilen und Handeln zugrunde liegen sollen:
einander annehmen, einander achten, einander lieben, einander dienen.

Auch wenn manche Veränderung und Erneuerung problematisch und schwierig ist, ist die Erneuerung und Veränderung unserer Gesinnung segensreich für uns und unsere Mitmenschen.

Juni 2019

„Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.“
Sprüche 16,24

Worte haben Macht. Die Bibel spricht von der Zunge als Organ mit dem vielleicht größten Einfluss.

„So ist auch die Zunge ein kleines Glied und richtet große Dinge an. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald zündets an?“ – Jakobus 3,5

Wer hat es noch nicht erlebt? Worte der Freude bei einer Gratulation oder Geschenkübergabe, Worte der Zuneigung bei einer Liebeserklärung oder einem Trauversprechen, Worte des Trostes nach Schicksalsschlägen. Aber es gibt auch die andere Seite. Worte der Ermahnung, Worte der Enttäuschung, verletzende und beleidigende Worte.

Die Bibel stiftet uns an, gut über das nachzudenken was wir sagen. (Jakobus 3) Nicht nur, weil sie andere Menschen verletzen können, sondern auch weil jeder Mensch vor Gott Rechenschaft für alle unnützen Worte (Tratsch, Lügen, Lästerung, Beleidigungen, …) geben wird. (Matthäus 12, 36)

Welche unnützen Worte hast du in der letzten Zeit gebraucht, die andere verletzt haben?

„Seid schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“ – Jakobus 1, 19

Ich bin immer wieder begeistert, wenn es Menschen gibt die in langen Diskussionen gut zuhören und dann mit wenigen Worten weise Antworten geben. Es kommt nicht auf viele Worte an, sondern auf Worte, die Sinn stiften und weiterhelfen. Diese wirken dann auch wie Honig für unsere Seele und sind heilsam für unsere Glieder. Alle Worte von Menschen werden jedoch vergehen. Auf wen lohnt es sich dann zu hören?

Petrus, ein Jünger von Jesus, hat es begriffen und sprach zu ihm:

„Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast WORTE des EWIGEN LEBENS; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“ – Johannes 6, 68

Denke darüber nach, welche Worte Du gebrauchst. Aber vor allem denke über die Worte nach, die Gott in seinem lebendigen Wort, der Bibel, zu Dir spricht. Um die rechte Erkenntnis und ein offenes Herz für seine Botschaft an uns, dürfen wir zum Vater im Himmel beten.

Gott segne Dich!

Mai 2019

Darum bist du auch groß geachtet, HERR, Gott; denn es ist keiner wie du und ist kein Gott als du, (…) nach allem, was wir mit unsern Ohren gehört haben.
2 Samuel 7, 22

Ich nehme die Größe Gottes gerade jetzt im Frühling vor allem mit meinen Augen wahr, wenn ich beobachte, wie die Blumen aufblühen und sich die Natur in ihren bunten Farben präsentiert. Dann bewundere ich Gott als Schöpfer, der alles detailliert geplant hat und dabei nichts dem Zufall überlies.

 

Aber ich erinnere mich auch an Ostern und daran, was ich mit meinen Ohren gehört habe:

Wie viel ich Gott wert bin, wie sehr er mich liebt und dann komme zu demselben Ergebnis wie König David:

„…denn es ist keiner wie du und ist kein Gott als du, …“

April 2019

„Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der Herr erkannt hätte von Angesicht zu Angesicht, mit all den Zeichen und Wundern, mit denen der Herr ihn gesandt hatte, …“
5.Mose 34, 10-11

Wer kennt ihn nicht, den einzigartigen Mose. In meiner Bibel nehmen seine fünf Bücher von insgesamt 1340 Seiten ganze 200 ein. Das entspricht etwa 15 %. Keine Frage, dieser Mann war wichtig für die Menschheit und insbesondere für das Volk Israel, obwohl er nicht übernatürlich lange gelebt hatte. Unser Vers in 5. Mose Kapitel 34 hebt ihn als besonderen Propheten ganz deutlich hervor. Er war der größte unter den Propheten und durfte Gottes Angesicht sehr nahe kommen. Aber Halt!

Spreche ich hier von demselben Mose, der mit 40 Jahren einen Mord begang, weil er der Meinung war, das Richtige zu tun? Der Mose, der sich anschließend 40 Jahre in der Wüste versteckte und zum Schafhirten wurde? Genau von diesem Mose spreche ich hier.

Was für ein Abstieg. Erst als potentieller Nachfolger des Pharaos gehandelt und anschließend in der Wüste gestrandet. Der Ruf völlig ruiniert. Wie kann Gott so jemanden noch gebrauchen? Was soll Gott mit ihm noch anfangen?

Dann auf einmal macht Gott im brennenden Dornenbusch auf sich aufmerksam. Mose kommt näher, weil er wissen möchte, wieso der Busch brennt, aber nicht verbrennt. Mose beginnt sich auf das Zeichen Gottes einzulassen.

„Mose, Mose“, die Worte Gottes leiten die 180°-Wende im Leben des Mose ein und er wird vom Schafhirten zum bedeutesten Propheten der Bibel, der das Volk Israel aus Ägypten herausführt. Und wie! Was fuer eine großartige Laufbahn. Der Rest der Geschichte ist ja bekannt.

Was können wir aus dem Leben von Mose lernen?

1. Egal wie verkorkst dein Leben ist, für Gott ist es niemals zu spät.

2.Wenn du dich auf Gott einlässt, so wie Mose es getan hat, in dem er auf den Busch zugegangen ist, wird Gott dich gebrauchen und Wunderbares durch dich bewirken.

Ich wünsche dir, dass du dich auf Gott einlässt und erfährst, dass Gott auch durch dich Wunderbares bewirken kann.

März 2019

Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer mehr zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn!
1.Korinther 15,58

Kennen wir das nicht auch recht gut – wenn eine Sache abgeschlossen ist, ziehen wir danach ein Fazit, eine Schlussfolgerung. In wenigen Gedanken fassen wir dabei alles zusammen, bringen es auf den Punkt oder bewerten es.

So auch Paulus hier in dem letzten Vers von 1. Korinther 15. Davor berichtet er ausführlich von der Auferstehung. In der Gemeinde in Korinth gab es Leute, die behaupteten: „Eine Auferstehung von den Toten? Das gibt es nicht. Das können wir uns nicht vorstellen, das passt nicht in unser Weltbild hinein. Also kann es auch nicht sein!”

So lebten sie nur im hier und jetzt und verstanden es nicht, dass ihr Leben mit seinen kleinen und großen Entscheidungen eine Ewigkeitsdimension hat. Darum schreibt und bezeugt Paulus im ganzen Kapitel die Auferstehung – von Jesu Auferstehung bis hin zur Auferstehung derer, die an Jesus glauben.

Ganz zuletzt, im letzten Vers des Kapitels, zieht er dann ein Fazit, eine Schlussfolgerung für uns:

„Darum, seid fest, unerschütterlich” – heißt, wir sollen einen festen Standpunkt haben, nicht davon abweichen. In Römer 5,2 sagt Paulus: „Wir rühmen uns der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird!” Auferstehungshoffnung ist also keine billige Jenseitsvertröstung – wir dürfen uns vielmehr der Hoffnung rühmen, die Gott geben wird.

Und diese Hoffnung hat auch Auswirkungen auf uns heute: „Nehmt immer mehr zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.”

Gottes große Zukunft gibt unserem Leben, unseren Kämpfen und Entscheidungen einen Sinn. Nichts ist dann bedeutungslos, nichts ist vergeblich, nichts nutzlos oder umsonst, was wir in Verbindung mit unserem auferstandenen Herrn tun. Ich wünsche uns dies beides, dass wir die Ewigkeitsperspektive nicht aus den Augen verlieren und wir unser Leben auf dieses Ziel hin ausrichten.

Februar 2019

Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit
nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit,
die an uns geoffenbart werden soll.
Römer 8,18

Es ist leicht das zu sagen, wenn es einem gut geht.

Wenn sich die Sorgen, mit denen man sich auseinandersetzt, auf das beschränken, was ich in der nächsten Woche so kochen soll, welche neue Jacke ich mir im Winterschlussverkauf kaufe, ob das Handy, das ich jetzt seit einem Jahr habe evtl. nicht schon wieder zu alt ist, oder ob es nicht mal Zeit für ein neues Auto wäre…

Paulus spricht hier allerdings von echtem Leid.

Ich habe weit mehr Mühsal, über die Maßen viele Schläge ausgestanden, war weit mehr in Gefängnissen, öfters in Todesgefahren. Von den Juden habe ich fünfmal 40 Schläge weniger einen empfangen; dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht. Ich bin oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren durch Räuber, in Gefahren vom eigenen Volk, in Gefahren von Heiden, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern; in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst; oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße; zu alledem der tägliche Andrang zu mir, die Sorge für alle Gemeinden.
2. Korinther 11, 23-28

Das hat von uns bestimmt noch keiner durchmachen müssen. Schläge, Steinigung, Schiffbruch und in Gefängnissen zu sitzen. Alles Dinge, die heutzutage keinen Platz in unserer Vita finden. Paulus musste das alles durchleben. Paulus wusste, was echtes körperliches Leid ist.

Trotzdem hebt er hier die Leiden und den täglichen Andrang bezüglich der einzelnen Gemeinden hervor: „zu alledem der tägliche Andrang zu mir, die Sorge für alle Gemeinden.“

Ich denke, dass Paulus sich in Römer 8 auf genau diese Art von Leiden bezieht. Die Leiden, die er wegen der geistlichen Gesundheit der Gemeinden Tag für Tag durchmachte. Die Leiden wegen diverser Anfragen und Probleme aus den Gemeinden.

Mose war auch mal in einer ähnlichen Situation (nachzulesen in 2. Mose 18, 13ff).

Auch hieran sieht man, wie belastend die geistliche Fürsorge einer großen Gemeinschaft sein kann.

Auch heute gibt es noch Vorsteher von Gemeinden, Hauskreisen, Jugenden, etc. Auch heute gilt es, diese Last zu tragen und auch heute kann das mehr als fordernd sein. Aber die gute Nachricht ist: Auch heute ist die Perspektive die gleiche wie bei Paulus damals.

Die Zeit wird kommen zu der man erkennt, dass das Leid hier in dieser Welt nicht mit der Herrlichkeit die uns bevorsteht aufgewogen werden kann.

Wir dürfen wissen, dass es sich lohnt.

Januar 2019

Was ist das kostbarste Gut? Darauf kann man sicher viele Antworten geben. Die meistgenannten sind vielleicht Zeit, Gesundheit, Freiheit und Friede.

Viele Menschen wünschen sich nichts sehnlicher als Frieden. In Ruhe, ohne Angst und Sorge vor morgen, sein Leben leben. Die Sorge vor Terror und Krieg beunruhigt viele Menschen.

Nur zehn Länder weltweit gelten dem „Global Peace Index“ zufolge als vollkommen friedlich: Weder sind sie in Kriege verwickelt, noch gibt es Konflikte, die den Zusammenhalt der Gesellschaft bedrohen.  NUR 10 LÄNDER!

Innerhalb der letzten 3500 Jahre gab es in der zivilisierten Welt insgesamt nur 230 Jahre ohne Krieg. Zahlen, die uns zeigen, wie friedlos diese Welt ist.

Wir erwarten von den Regierenden, dass sie für eine friedliche Welt sorgen. Wir wünschen uns Frieden. Für diese Welt und für uns. Aber geht Friede nur von den Regierenden aus?

Suche Friede und jage ihm nach. Dieses Wort aus einem Psalm des Königs David macht uns deutlich, dass wir durchaus auch einen Beitrag zum Frieden leisten können und sollen. Vielleicht nicht zum Frieden in der Welt, aber ganz bestimmt zum Frieden in unserem Umfeld. König David hat uns selbst ein Beispiel gegeben. Als Saul nach ihm suchte, um ihn zu töten, hat David den schlafenden Saul in der Höhle von En-Gedi gegen das Drängen der Männer, die mit ihm waren, verschont. Er begegnete seinem Feind nicht mit Hass und Gewalt, sondern mit Frieden.

Mit dem Beginn eines neuen Jahres nehmen sich viele Menschen etwas vor, das sie in ihrem Leben verändern wollen. Den Frieden suchen und ihm nachjagen in der Familie, mit den Nachbarn, in der Gemeinde, auf der Arbeit, ist ein wunderbarer Beitrag zum Frieden, den wir leisten können, und ein wunderbares Vorhaben für das neue Jahr. Lasst uns also, soweit es uns möglich ist, mit allen Menschen Frieden haben.